Sonntag, 17. September 2017

[Protagonisteninterview] Die Wohnung von Marco Martinez

Protagonisteninterview

Ich treffe mich heute mit David und Christina in ihrer Wohnung um ein bisschen mehr über ihr Leben zu erfahren.

Hallo und herzlichen Dank, dass ich dieses Interview heute mit euch machen darf.
David: Ist uns eine Freude. Christina übertreibt zwar gerne, aber wir bleiben schon sachlich.
Christina: Stimmt doch gar nicht. 

Auf dem Weg hierher fielen mir ja einige komische Gestalten auf, warum verhalten sich viele Menschen so komisch?
David: Wir können nur von uns auf andere schließen. Seit dieser Hitzewelle, haben wir mit Kopfschmerzen zu kämpfen. Man hört so auf der Straße, dass es den meisten Leuten ganz ähnlich geht. Dazu kommt noch eine böse Grippe die sehr hartnäckig sein soll. Außerdem haben wir ziemlich viel Arbeit. Unsere Jobs setzen uns momentan zu. Wird bei den Menschen in unserer Umgebung vermutlich auch so sein.
Christina: Es ist tatsächlich so, dass die Leute zurzeit etwas komisch ticken. Manchmal fühlt es sich an, als verändert sich etwas. So, als wäre Morgen alles anders. Angeblich soll es ja auch Berichte über Tote geben, die umherwandeln. So ganz wollen wir das aber nicht glauben.

Oh, das klingt ja beängstigend. Weiß man schon was sich dahinter verbirgt oder was die Ursache ist?
David: Vor kurzem gab es ein seltenes Naturphänomen. Ein sogenannter Sonnenblitz. Dieser war so stark, das es den Tag um das doppelte erhellte. Ich war zur gleichen Zeit mit dem Auto unterwegs und hatte beinahe einen Unfall.
Christina: Ja David, erzähl ihr noch mehr von dem Sonnenblitz. Das interessiert sie bestimmt.
David: Da kann ich nicht viel mehr erzählen. Hab selbst noch nie sowas erlebt. Na jedenfalls hieß es in den Nachrichten, das die Sonne eine seltsame Strahleneinwirkung auf die Erde habe und das sie der Grund sei, für die "angeblichen" Toten.

Warum zieht ihr nicht auch in die Sicherheitszonen, welche sicherlich eingerichtet wurden?
David: Schatz? Antworte du mal zur Abwechslung ja?
Christina: Na gut. Wissen sie, es war eigentlich Davids Wunsch in der Wohnung zu bleiben. Mittlerweile weiß ich, dass er damit Recht hatte, obwohl ich anfangs etwas skeptisch war. Sollte das mit den Toten wirklich wahr sein, dann kann ich mir schon vorstellen, dass sie sich als erstes dahin begeben, wo die Lebenden sind. Abgesehen davon, was macht es schon für einen Unterschied. Es bedeutet nur gefangen zu sein. Dann sollte es schon in unserem Zuhause sein. Da wo wir uns geborgen fühlen.
David hat auch seine Mutter Doris zu uns in die Wohnung geholt. Wir werden auch meine Schwester und meine kleine Nichte abholen. Sie sind alle bei uns sicherer und wir könnten einander unterstützen. Besonders meine Nichte hätte ich gerne bei uns. Sie heißt Maja und ist gerade 4 Jahre alt geworden. Sie ist so süß die Kleine.

Was wünscht ihr euch für die Zukunft?
Christina: Wer weiß schon was die Zukunft bringt? David hat mal gesagt, es sei wie bei den anonymen Alkoholikern. Immer ein Tag nach dem anderen. Was bleibt uns auch anderes übrig, als das Beste aus dem zu machen was wir haben und wer wir sind?
David: Sehe ich genauso wie Christina. Genauso gut könnt ich jetzt in ihren rehbraunen Augen die Zukunft lesen. Alles was ich da zu sehen bekäme, wäre mein eigenes Spiegelbild. Doch ich würde versinken. Eintauchen und in den Tiefen ihrer Gefühle ertrinken. Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann das ich im richtigen Moment für sie da bin. Und schaffe, jegliches Leid von ihr abzuwenden. Wie ein Schild.
Christina: Ja Schatz. Und du sagst, ich neige zum Übertreiben.

Danke für das Interview!

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