Donnerstag, 25. Mai 2017

[ebook] 13.Buch im Mai: So weit uns Träume tragen von Christiane Lind



Das Buch "So weit uns Träume tragen" wurde von Christiane Lind verfasst und erschien im Mai 2017 in der 2. Auflage und unter neuem Titel. Die erste Auflage erschien unter dem Namen "Weiße Rosen und die Titanic".

Paula von Sablonski und Luise Depner sind seid ihrer Jugend die besten Freundinnen, schließlich leben sie auch ihren Traum in Berlin. Während Paula auf der Bühne steht, arbeitet Luise als Schneiderin am Theater. Als eines Tages mehrere Schicksalsschläge, wie Verlust der Arbeit, Kündigung der Wohnung und ein gefälschter Wechsel, auf die beiden einprasseln, entscheiden sie sich die Einladung von Percy Swift nach Amerika anzunehmen. Dieser schickte ihnen zwei Tickets erster Klasse für die Titanic. Voller Freude beginnen sie nun diese Reise, doch eine Intrige eines alten Bekannten scheint die Reise zu überschatten.


Der Autorin gelingt es einem in eine Szenerie hineinzuversetzen, dessen Ausgang man für das Schiff zwar kennt, aber mit neuen, interessanten Charakteren, welche die Geschichte spannend und interessant machen. Denn vieles überraschendes kann passieren in dieser Zeit, kurz vorher und auch auf dem Schiff auf engstem Raum. Ohne zu viel vorweg nehmen zu wollen erhält der Leser nicht nur einen klassischen Titanicroman, sondern durchaus auch eine Liebesgeschichte und auch eine spannende Geschichte zum Miträtseln.
Man kann mit den Protagonisten die ganze Geschichte über miträtseln, lachen, fürchten, hoffen und auch ab und zu vor Schreck erstarren. Paulas Zerrissenheit, als sie den alten Bekannten und ihre Verpflichtung gegenüber ihrer Familie erkennt, ist schon fast schmerzhaft. Denn einerseits will sie die freie, eigenständige Schauspielerin bleiben, andererseits muss sie sich fast, des Standes wegen ihren Verpflichtungen fügen. Auch die tiefe Freundschaft zwischen ihr und Luise zu sehen, bringt die Geschichte immer wieder zu einem Punkt, wo man über Freundschaft nachdenken kann und soll.
Die Wortwahl und die Sprache ist für die Geschichte sehr passend, sie reißt den Leser, Kapitel für Kapitel mit. Man möchte wissen, wie es mit Paula und Luise weitergeht. Sehr förderlich für die Kurzweiligkeit des Buches ist auch die sehr geringe Kapitellänge. Man fliegt förmlich durch die Seiten und erlebt die Geschichte einfach mit.
Geschickt wird mit der Situation des ja bereits bekannten Endes umgegangen. Denn die Geschehnisse an Bord und mit Paula und Luise sind meist noch interessanter, als der Untergang der Titanic.

Wer gerne Geschichten über die Titanic liest, muss einfach zu diesem Buch greifen. Aber auch Leser, die gerne Spannung, Liebe, Hass, Eifersucht oder auch Freundschaft in ihren Büchern vorfinden werden all dieses in diesem Buch vorfinden.

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