Freitag, 28. April 2017

[ebook] 14.Buch im April: Sieh nicht zurück - Solid Rock von Romina Gold

Das Buch "Sieh nicht zurück - Solid Rock" wurde von Romina Gold geschrieben. Erschien 2017 im Bookshouse Verlag.

Kelly Jones sucht Hilfe in einem Frauenhaus in San Francisco. Die Leiterin Linda, mobilisiert ihren Cousin Jason Wingate, um Kelly weitab des offiziellen Trubels der Stadt unterzubringen, denn auf dem Anwesen von Jason ist sie unter ständigem Personenschutz. Zunächst ist Kelly noch verwirrt und schreckhaft, denn ihr Mann vollbrachte unmenschliche Gräueltaten an ihr, doch zum Glück gibt es Vince Hanson, der sich als Personenschützer besonders um sie bemüht.

Der Autorin ist es gelungen, eine emotionale Achterbahnfahrt auf das Papier zu bringen. Denn man hetzt förmlich von einer Situation zur nächsten und kommt gar nicht wirklich zur Ruhe. Denn kaum glaubt man, dass es alles wieder gut wird, kommt irgendeine völlig andere Wendung, die das Buch wieder in vollster Fahrt losreißt.
Kelly Jones, ist eine verheiratete Frau, welche nach langen Hinauszögern endlich den Mut findet, ihren Mann zu verlassen und Schutz zu suchen in einem Frauenhaus. Man kann hautnah miterleben, was Kelly alles in ihrem Eheleben erdulden musste, bis zu dem Punkt, an dem sie genug hatte. Auch der Wiederaufbau des neuen Lebens ist sehr facettenreich beschrieben und wirklich gut nachvollziehbar.
Der Sprachstil und die Wortwahl sind für dieses Buch sehr gut gewählt. Es fesselt einem von der ersten Zeile weg und man kann es in einem durch in wenigen Stunden lesen. ES ist durchgehend spannend und wirklich mitfühlend erzählt. Man kann die innere Zerrissenheit von Kelly förmlich mit den Händen greifen, denn sie spürt die Gefahr, kann aber nicht aus ihrer Haut heraus. Allerdings ist der Auslöser sehr drastisch gewählt.

Jeder, der Liebesgeschichten mit einem Hauch Dramatik liebt, muss auf jeden Fall zu diesem Buch greifen. Es hat einfach vieles, Liebe, Hass, Furcht, Eifersucht und natürlich eine wundervolle Umgebung, wo sich die Hauptprotagonisten und der Leser wirklich wohlfühlen kann. Begleiten Sie Kelly auf den Weg in ihr neues Leben.

Donnerstag, 27. April 2017

[ebook] 13. Buch im April: Forever Cowgirl von Lita Harris

Das Buch "Forever Cowgirl" wurde von Lita Harris und erschien 2016.

Savannah ist eine sehr talentierte Nachwuchsmusikerin und hat die unschlagbar Chance als Vorprogramm von Hank Caulfield Jr. aufzutreten. Doch, da ihr Vater früher Staatsanwalt, nun der Gouverneur von West Virginia besteht darauf, dass sie nur mit Bodyguard diese Chance annehmen darf. Somit kommt Corporal DiMarco als Personenschützer mit. Doch den wahren Grund für dieses Maßnahme erfährt Savannah nicht.

Der Autorin gelingt es ein Setting zu zaubern, in dem man mit der Hauptprotagonistin mitfiebern kann. Zunächst in der Familie, dann während der Tour. Dieses miterleben der Tour und das Hinfiebern zum Höhepunkt der Tour, aber auch das langsame Erkennen der wirklichen Gefahr und den wahren Grund des Personenschutzes. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz.
Savannah erscheint am Anfang als selbstsicheres, selbstbewusstes Mädel, welche allerdings noch immer ihre eingeschnappten, kindlichen Sequenzen auslebt. Wenn sie auf der Bühne steht, ist sie fast ein anderer Mensch, als wenn sie mit ihrem Personenschützer alleine ist.
Die Geschichte ist mit ihrem Sprachstil und Wortwahl sehr flüssig und zügig zu lesen. Man kann sich voll und ganz in die Geschichte fallen lassen und sich darin wohlfühlen, mit Savannah eine spannende Story miterleben.

Jeder, der spannende Liebes- und Musikgeschichten liebt, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen, da es wirklich viele interessante und spannende Geschichte, voller Spannung und Liebe.

Sonntag, 23. April 2017

[Protagonisteninterview] 666 von M.H. Steinmetz





Protagonisteninterview
666






[Wir sitzen hier gemütlich im Duffs und warten auf die Protagonisten des Buches „666“ .]

Hallo und herzlich willkommen zum Interview, Mario. Ich freue mich wirklich sehr dich nach so kurzer Zeit wieder begrüßen zu dürfen.
Mario [nippt an seinem Glas JD mit Eis]:  Die Freude ist ganz auf meiner Seite. Bevor wir beginnen, sollten wir allerdings auf die Band warten. War nicht ganz einfach, Lucy davon zu überzeugen, an nem Interview teilzunehmen. Sie hasst solche Sachen, also bitte ich um Nachsicht, wenn sie etwas zickig rüber kommt [zwinkert]

[Die Tür wird aufgerissen und die Hell’s Abyss stürmen herein.]
Ach, super, dass ihr Zeit hattet vorbei zu kommen, meine Lieben. 
[Stühle werden gerückt, die gesamte Band ist da, Lucy betritt zum Schluss die Bar]
Bacon [lächelt]: Solange genug zu Trinken auf dem Tisch steht, immer gerne …
[Lucy verdreht genervt die Augen. Sie trägt ein schwarzes Punisher-Shirt, Sonnenbrille, enge schwarze Jeans und geschnürte Lederstiefel, die bis unter die Knie reichen. Die Haare trägt sie in seitlich gebundenen Schulmädchenzöpfen]

Würdet ihr euch bitte vorstellen?
Bacon [halblanges, dunkles Haar, zerrissene Jeans, Sisters of Mercy-Shirt]: Ich bin Bacon .. . ja genau, wie das verdammte trockenverbrannte Fleisch auf den Burgern. Meines Zeichens Bassist der Band Hell's Abyss. Ach ja, ich soll Ironmask entschuldigen, er ist … hm, sagen wir mal, verhindert [zwinkert]
Leatherface [langes, dunkelbraunes Haar, schön geschwungenes Gesicht, schwarze Jeans, Hell's Abyss-Shirt mit dem Bandlogo, einem Pentagramm, davon ein Widderschädel]: Wie ihr seht, steckt unter der Ledermaske ein echter Mensch. Ich bin Leatherface, der Gitarrist der besten Band der Welt. Und … ich brauch dringend etwas zu trinken, am besten das, was Mario da vor sich stehen hat.
Lucy [zieht ihre Sonnenbrille ab und verdreht genervt die schwarz umrandeten Augen] Okay, ich werd mich jetzt hier nicht groß vorstellen. Es ist nur so, das wir ne Menge zu tun haben. Der Auftritt im Archeron liegt erst n paar Tage zurück, draußen pisst es, als wollte die Welt untergehen und sonst läuft auch einiges quer.

Manche haben das Buch vielleicht noch nicht gelesen, wie würdet ihr das Buch beschreiben und welchem Genre schreibt man es zu?
Bacon: Genre? Nun, ich würde sagen, purer verdammter Horror. Bluttriefend und mit ner Menge Gemetzel …
Leatherface: Dramatisiere das doch nicht so … es ist ne ganz gewöhnliche Rock'n'Roll Story. [Greift sich grinsend die JD Flasche auf dem Tisch und gießt reihum die Gläser voll]. Denke, jeder hat Durst, oder?
Lucy: Das Buch ist mein Leben, Baby. Von Anfang an. Es ist … hart … und ziemlich kompromisslos. Ich hatte ne beschissene Kindheit. Mein Vater hat seinen Verstand versoffen und Mum kam in die Klappsmühle, nachdem sie mich in ihrem religiösen Wahn umbringen wollte. [sie nimmt ihr Glas und leert es in einem Zug. Ein flüchtiges Lächeln huscht über ihr Gesicht]. Dann steckte man mich zu Pflegeeltern, Esther und Allan Baker. Hätte nicht gedacht, das die schlimmer sein könnten, als meine echten Eltern. Was soll ich sagen … na ja, all das hat mich dann nach New York getrieben … und jetzt sitze ich hier im Duff's, beantworte nervige Fragen und werde mich wohl im Laufe des Abends betrinken ...
Bacon [zwinkert]: Seid nachsichtig mit Lucy, sie hatte nach dem Auftritt im Archeron eine, hm, sagen wir mal, harte und ziemlich feuchte Nacht … Ja genau, darum geht’s in dem Buch auch, um verdammt schmutzigen Sex!
Leatherface [bestellt noch zwei weitere Flaschen, dazu ne Runde Alligator-Beer]: Es ist komplex. Finde ich zumindest. Am Anfang denkt man vielleicht, he, das ist ne Gothic-Klischee-Schiene … es wird gemordet und gevögelt. Doch dann, nachdem die ersten Spuren gelegt sind, geht die Story tiefer. Womöglich tiefer, als es einigen Lesern lieb ist. Es ist wie ein Köder, der ausgelegt wird und den man gerne schluckt. Und dann hängt man plötzlich an der Angel und wird mit hineingezogen in den Sog der Geschichte. Man nimmt Fahrt auf, wird mitgerissen … und am Ende …
Lucy: Hell Yeah … am Ende [sie seufzt schwer]

Lucy, erzähl uns doch mehr von eurer Band, der Hell’s Abyss. Natürlich auch die wichtigsten Daten und Fakten. Was erwartet uns bei eurem Konzert?
Lucy [spielt mit ihrem Glas]: Normalerweise sage ich da immer, das du dir das am besten selbst ansehen musst, um Hell's Abyss zu verstehen. Aber okay, gehen wir zum Anfang zurück. Vor‘ n paar Jahren sind Bacon und ich an nem Wochenende abgehauen, um die Sisters of Mercy zu sehen. Die waren damals so etwas wie Götter für uns, die Urväter des Gothic-Rock. Wir standen in der ersten Reihe und wussten, dass wir das auch machen wollen. Ne Band gründen und auf der Bühne stehen. Aber unsere Musik sollte härter sein, treibender. Böser … [sie beugt sich weit über den Tisch, kommt dir näher, als dir lieb ist] Was soll ich sagen, wir sind über Leichen gegangen, um unser Ziel zu erreichen.
Bacon: Unser Auftritt wird ein Höllenritt. Lucy auf der Bühne zu erleben, ist einzigartig. Sie packt ihre Fans mit jedem ihrer Songs, weil sie aus der Seele kommen.

Bacon, willst du uns noch was zu der Freundschaft zu Lucy sagen? Woher kennt ihr euch eigentlich?Bacon [grinst breit]: Das ist ne echte Sandkastenfreundschaft. Wir sind zusammen in Manitiwoc, Wisconsin, aufgewachsen, in die gleiche Schule gegangen und so. Lucy war der schwarze, böse Engel. Die Außenseiterin. Und ich der Kiffer mit dem alten Bus [lacht]. Na ja, dann kamen mir einige Probleme mit dem Staat dazwischen und ich war ne Weile weg, aber ich hab sie gefunden. Hab sie rausgeholt aus dem verdammten Spießerleben und unser Traum wurde Wirklichkeit …

Welche Wünsche und Ziele habt ihr für eure Zukunft?
Leatherface [hebt sein Glas]: Bis zu unserem Lebensende auf der Bühne stehen, bis die verdammte Welt untergeht. Das wär mein Traum!
Bacon [nickt]: Zur Hölle ja. Und … wo wir beim Thema wären, etwas mehr Hölle in diese Welt tragen. Mehr Hemmungslosigkeit, mehr Sünde.
Lucy [nachdenklich]: Mit der Band geht’s mir gut. Sie ist meine Familie. Die, die ich mir immer gewünscht habe. Auch, wenn die Sache schon wieder anfängt, aus dem Ruder zu laufen. Ist ne Menge Mist passiert, in der Nacht nach dem ersten Auftritt im Archeron. Aber wie heißt es so schön, bekommst du etwas Wunderbares geschenkt, folgt die Rechnung auf dem Fuße. Nur dumm, das ein anderer sie bezahlen musste.
Lucy [springt plötzlich auf]: Hey, da kommt Carla. Meine liebste Freundin … [winkte eine große,rothaarige Frau herbei, die gerade die Bar betreten hat]
Carla [trägt einen langen schwarzen Ledermantel, die Haare glatt und lang, grüne Hexenaugen]: Hey Volks, was geht hier denn ab?
Bacon: N'Interview …
Carla [öffnet ihren Mangel, trägt darunter ein schwarzes Nichts an Lackkleidchen]: Ich wollte euch Lucy entführen, denn im Boiler-Room stiegt ne Einladungsparty … Rafael hat uns Karten besorgt, du weißt schon, die Besonderen, für den hinteren Bereich [schnalzt mit der Zunge]
Lucy [trinkt ihr Glas leer und nimmt sich die Flasche vom Tisch]: Dann los, Süße. Das sollte bis zum Boiler reichen. Ich wünsch euch was, Leute. Und was dich betrifft [sie kommt dir sehr nahe, fährt dir über die Haare, bis zum Nacken. Ihre Finger sind kühl, ihr Griff ist bestimmt], steck deine Nase nicht zu tief in Angelegenheiten, bei denen du dir schnell wünschen wirst, niemals geboren worden zu sein. Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die du nicht begreifen kannst. Ich bin die böse Königin aus dem verdammten Märchen, das andersartige Schneewittchen, also sei auf der Hut …
Carla [lächelt hintergründig]: Nimm sie doch mit, wir hätte sicherlich ne Menge Spaß mit ihr …
Lucy [schüttelt entschieden den Kopf, nimmt Carlas Hand und geht]: Sie würde daran zu Grunde gehen ...

Herzlichen Dank für dieses sehr interessante Interview!

[Die Party beginnt]

[Protagonisteninterview] Vita von Felix A. Münter









Protagonisteninterview
Vita






[Ich warte gespannt im Hafengebiet von Blackwater auf meine Interviewpartner, schließlich taucht Autor Felix A. Münter auf.]

Hallo und herzlich willkommen, Felix. Ich freue mich dich heute zu diesem Interview begrüßen zu dürfen.
Freut mich ebenso, obwohl ich mir nicht ganz sicher bin, ob das hier die beste Gegend für ein Interview ist. Zumindest in letzter Zeit geht es hier etwas … rauer zu. Es gibt in dieser Stadt eindeutig angenehmere Orte, aber hier ist es wohl auch authentischer. Vielleicht gehen wir einfach ein paar Schritte? Dann fallen wir nicht so auf…

Allerdings dachte ich auch deinen Hauptprotagonisten zu begegnen.
Rory … ich meine Mister McRoy hat später Zeit für uns. Seit dem Untergang der Glory hat er alle Hände voll zu tun. Fabriken stehen still, Arbeiter kämpfen um ihre Rechte und gehen in den Streik, Sabotage in den Fabriken. Eine ganze Menge Arbeit für einen Friedenshüter. Immerhin geht es ja darum, Blackwater am Laufen zu halten.

Wie kommen wir nun zu Friedenshüter Alexander McRoy?
Wir könnten laufen, aber das ist ein gutes Stück. Und es gibt Ecken in dieser Stadt, da ist man unbewaffnet besser nicht unterwegs. Was mich angeht, so bin ich nur mit Stift und Papier bewaffnet und dachte daher, wir fahren zu ihm. Ich habe mir daher die Freiheit genommen, einen Dampfwagen zu organisieren. Völlig ungefährlich! Er wartet dort vorn auf uns.

[Wir besteigen einen ganz speziellen Wagen.]

Ich kann den Wagen gar nicht beschreiben. Kannst du ihn unseren Lesern beschreiben? 
Das hier ist ein Dampfwagen. Wie eine Kutsche, nur eben ohne Pferde. Die Energie zur Fortbewegung wird mittels einer Dampfmaschine erzeugt, die von Vita angetrieben wird. Ein richtiges Kraftpaket! Und auch sauber. Vita verbrennt rückstandsfrei und geruchlos. Ganz anders als die Maschinen, die von Kohle angetrieben werden. Man kann bequem reisen, die Maschine ist nicht so laut, dass man sein eigenes Wort nicht mehr versteht. Das hier ist nur eine der Segnungen der Moderne, die Blackwater Vita zu verdanken hat. 

[Beim Haus von Alexander McRoy angekommen, stehen wir vor verschlossenen Türen.]

Wie kommen wir jetzt hinein? 
Sowas. Er hatte mir den Termin zugesagt. Entweder, er ist in Whitehall aufgehalten worden oder er hat es vergessen. Aber keine Sorge, ich bin vorbereitet. Ein Kollege von ihm hat mir einmal gezeigt, wie man diese Tür hier aufbekommt. Das ist einfacher als gedacht, wenn man es erstmal verstanden hat. Dieser Kollege war wohl schon ein paar Mal gezwungen, sich so Zutritt zu verschaffen. Einen Moment, ich… [fachkundiges Knacken des Schlosses] So. Doch nichts verlernt. Vielleicht gehe ich vor und stelle sicher, dass Mister McRoy uns nicht für Einbrecher hält? Warten Sie vielleicht doch besser einen kurzen Moment hier. [Der Autor verschwindet im dunklen Flur und tritt durch eine Tür am Ende des Ganges. Sanfte, klassische Musik tönt aus jener Richtung. Die Tür schließt sich und leise Stimmen sind zu vernehmen. Nach einiger Zeit kommt der Autor zurück]. Sie müssen entschuldigen, Mister McRoy hatte einen langen Tag. Aber er hat jetzt Zeit. Stellen Sie nur alle Fragen, ich halte mich im Hintergrund. [Zurück in ein großes Wohnzimmer, in dem ein bemerkenswertes Chaos herrscht: Aktenstapel, aufgeschlagene Bücher, halbleere Flaschen, auseinandergebaute Waffen und überquellende Aschenbecher. An der Wand ein großes Portrait eines jungen Offiziers in Uniform, darunter drei Orden hinter Glas. Der Mann, der im Wohnzimmer auf der Couch wartet, ist viel Älter als auf dem Gemälde, das steife Bein ausgestreckt]

Freut mich Sie kennenzulernen, Friedenshüter McRoy! Wie geht es ihnen?
Den Umständen entsprechend gut, Danke. Mein Bein macht mir heute etwas zu schaffen, aber das ist nichts, was ich nicht in den Griff bekommen könnte. Entschuldigen Sie bitte, wie es hier aussieht. Ich sollte mir wohl mal eine Haushälterin suchen. 

Was hat es mit ihrer Berufsbezeichung Friedenshüter auf sich? Was kann man sich darunter vorstellen?
Keine Gesellschaft kann ohne Gesetze funktionieren. Je mehr Menschen es an einem Fleck gibt, umso wichtiger ist die Ordnung. Es ist meine Aufgabe Recht und Gesetz in dieser Stadt durchzusetzen. Wir Friedenshüter sind Ermittler, Richter und Henker in einer Person. Das beschreibt es am besten.   

Dann ist ihre Aufgabe gerade jetzt eine sehr wichtige, oder? Ich habe beim Herfahren sehr viele Aufstände und Proteste gesehen. Warum herrscht ein solcher Aufruhr?
Die Glory, ein Frachter mit der Jahresproduktion an Vita, ist mit Mann und Maus in einem Sturm gesunken, wie die Zeitungen berichten. Das Problem ist, dass Vita das Lebenselixier dieser Stadt ist, verstehen sie? Die Fabriken, die Maschinen, der Strom: Alles ist ohne Vita nicht möglich. Sie können sich also vorstellen, dass gerade alle besonders nervös sind. Der Arbeiter, weil er fürchtet, dass seine Fabrik schließen muss; der Wirt, weil er fürchtet, dass ihm die Gäste ausblieben und der Fabrikbesitzer fürchtete um seinen Profit. Und das in einer Zeit, in der wir schon genug Probleme haben. Vita hat das Leben des einfachen Arbeiters nicht besser gemacht. Mancherorts schuften die Männer für Hungerlöhne, werden ausgebeutet. Und dann gehen sie auf die Straße. Eine … explosive Mischung, wenn Sie verstehen.     

Immer wieder begegnet mir der Begriff Vita. Im Titel des Buches, egal wo man hinschaut, überall Vita. Was kann ich bzw. der Leser sich darunter vorstellen?
Wenn ich das Geheimnis wüsste, dann wäre ich wohl ein gemachter Mann. Vita ist eine geleeartige, klare Flüssigkeit, die vor fast zwei Jahrzehnten von Hartford&Barnaby eingeführt wurde. Wo dieser Wunderstoff herkommt, weiß keiner genau. Sie schaffen ihn über das Meer, vom Nachbarkontinent, aber sie halten geheim, wie er entsteht. Sicher ist, dass Vita viel leistungsfähiger als alles ist, was wir bisher kannten. Und viel sauberer. Es handelt sich um den Schmierstoff dieser großen Maschine Namens Blackwater. Es ist, das kann man wohl ohne Umschweife sagen, die Zukunft, eine Erfindung, die vieles von dem, was sie gesehen haben – Dampfwagen, Fabriken, stählerne Schiffe und Licht – erst ermöglicht hat. 

Nun zur letzten Frage für heute: Was sind eure Wünsche für Blackwater oder für euch selbst und eure Zukunft?
Frieden. Und nicht nur Recht, sondern auch Gerechtigkeit. Es wäre schön, wenn das die Maxime der Friedenshüter wäre. Aber das bleibt wohl ein Traum.


Herzlichen Dank für dieses sehr interessante Interview!

[ebook] 12. Buch im April: Vita von Felix A. Münter






Das Buch "Vita" wurde von Felix A. Münter verfasst und erschien 2016 im Papierverzierer Verlag.

Alles beginnt mit dem Untergang des Schiffes Glory, denn der hatte einen ganzen Jahresvorrat von Vita an Board. Mit dem Mangel an dem Treibstoff und Lebenelixier, und den beginnenden Kampf der industriellen Revolution beginnt die Mühe um Ruhe und Zusammenhalt in der Gesellschaft zu sorgen. Ein Fixpunkt ist hier Friedenshüter Alexander McRoy.

Dem Autor gelingt es ein tolles Steampunkabenteuer zu zaubern. Mit dem sehr grummeligen, aber sympathischen Hauptprotagonisten Alexander McRoy erleben wir ein Erwachen neuer Macht und einen Kampf um Sicherheit und Ruhe in Blackwater. Obwohl Steampunk, kann man sich doch sehr gut in die Geschichte hineinfühlen und man kann mit allen Beteiligten eine Geschichte erleben, welche einfach spannend und interessant zugleich ist. Auch mit geschichtlichen Zusammenhängen in Bezug auf die industrielle Revolution wurde nicht gespart. Auch politische Machtgefüge werden immer wieder aufgegriffen und versucht zu erklären, wie es zu einem solchen Verhalten der Macht kommen konnte.
Alexander McRoy ist Friedenshüter und geht in seiner Aufgabe der Umsetzung seiner Befehle, voll und ganz auf. Man fühlt die Dienstbefließenheit und den Willen, die Arbeiter zum Protestaufgabe zu zwingen und einen geregelten Ablauf in Sinne der Stadt herzustellen. Er steht zu seinem Wort, egal auf welcher Seite derjenige steht, mit dem er den Deal abschließt, denn ab und zu muss man abwägen, wie weit man mit oder ohne diese Information kommt. Dass ihn das fast in den Abgrund befördert, wird erst später sehr markant wahr.
Die Sprach- und Wortwahl sind sehr klar und die Geschichte somit sehr flüssig und locker zu lesen. Man kann sich voll und ganz auf die Geschichte einlassen, was nicht zuletzt an dem Protagonisten Alexander McRoy liegt. Auch die inneren Zweifel, die er mit sich ausficht, machen ihn zu einem sehr sympathischen und guten Protagonisten. Die Kapitellängen sind zwar lang, aber eben durch die sehr spannungsgeladene Geschichte, eine Leichtigkeit durch diese hindurch zu fliegen.

Jeder, der noch nie Steampunk gelesen hat, aber sich gerne einmal an einem Stück dieses Genres ausprobieren möchte, ist mit diesem Werk von Felix A. Münter sehr gut beraten. Denn es behandelt nicht nur neue Möglichkeiten, sondern beleuchtet auch die Situationen der industriellen Revolution und deren Politik.
Begeben Sie sich auch nach Blackwater und entdecken sie mit Alexander McRoy das Leben und Wirken von Vita.

[Buchvorstellung] Vita von Felix A. Münter



Hallo zusammen, ich möchte mich gerne vorstellen, mein Name ist Alexander McRoy. Meine Freunde, wirklich guten Wegbegleiter und Vertrauten nennen mich allerdings Rory. 

Was ich hier will? 

Na was wohl, ich stelle euch das Buch "Vita" vor, wo ich mich von der ersten bis zu letzten Seite immer ganz in den Vordergrund dränge. Ja, ich bin der Wichtigste, neben Vita natürlich. Alles dreht sich um mein Leben in Blackwater, denn dort bin ich Friedenshüter.

Diese Arbeit ist nicht die einfachste Arbeit, die mir da mein Autor zugeschrieben hat, denn ich stehe praktisch zwischen den Fronten. Denn ich will meine Arbeit zur Zufriedenheit meiner  Arbeitgeber lösen und natürlich verstehe ich auch ein Stück weit die Protestierenden. Denn in der jetzigen Zeit ist das Leben als einfacher Arbeiter nicht einfach, denn diese industrielle Revolution und das Aufkommen von Vita vereinfacht die Sache nicht unbedingt.
Denn die Sache ist die, unsere Stadt ist auf Vita aufgebaut. Alles läuft fast ausschließlich damit, die Autos, die Fabriken,.... und dann kam dieser Untergang der Glory, die sollte einen riesigen Vorrat an diesem sagenumwobenen Vita heran schaffen. So genau kann ich euch diese Geschichte allerdings nicht erzählen, denn da war ich einige Zeit außer Gefecht gesetzt, denn als ich eine Widerstandszelle ausheben wollte, passierte mir ein kleines Missgeschick. Seitdem bin ich irgendwie froh, dass es dieses Vita gibt, obwohl es mein Leben nicht gerade einfacher macht.

Aber nun, genug von mir und der Geschichte rund um mich. Sicherlich wollt ihr die genaueren Zusammenhänge selber lesen, deswegen geht entweder zu Amazon und kauft euch das Taschenbuch um 13,95€ oder das ebook um 3,49€ oder geht am Besten auf die Seite des Papierverzierer Verlages und kauft es dort im Onlineshop.

Ja, Felix A. Münter ist ein tolles Buch über mich gelungen, deshalb will ich euch noch schnell etwas zu ihm verraten. Er wurde 1985 geboren und studierte angewandte Sozialwissenschaften in Dortmund. Seit Ende seines Studiums arbeitet er als Freiberufler im Sozial- und Gesundheitswesen. Als Autor ist er seit 2014 tätig. Da er neben dem Verfassen von Geschichten, auch ein leidenschaftlicher Rollen- und Brettspieler ist und ein ausgeprägtes Interesse an Politik und Geschichte hat, entstand schließlich auch meine Geschichte. Ein Glück, dass er in vielen Genres zu Hause ist, sonst hättet ihr niemals die Chance gehabt, über mein Leben zu lesen.

Aber nun genug geredet. Kauft euch das Buch, lest es und entdeckt das Geheimnis meines Lebens und das von Vita.

Ach ja, und irgendwo auf diesem Blog wird es dann auch noch ein Interview mit mir geben. Nicht nur, dass man 262 Seiten durch die Seiten hetzen darf, muss man sich auch noch ausfragen lassen.

Faszination Dystopie - Was fasziniert uns daran so sehr?








Faszination Dystopie - 
Was fasziniert uns so sehr daran?

Vor einigen Tagen stand diese Frage ganz oben auf der Autorenseite von Esther S. Schmidt und ja, es ist wirklich eine gute Frage.

Die Definition einer Dystopie ist nämlich laut Wikipedia folgende:
Eine Dystopie (zu griechisch dys- = schlecht und tópos = Platz, Stelle; englisch dystopia), auch Antiutopie genannt, ist ein Gegenbild zur positiven Utopie, der Eutopie, und ist in der Literaturwissenschaft eine fiktionale, in der Zukunft spielende Erzählung mit negativem Ausgang. Sie entwirft ein zukunftspessimistisches Szenario von einer Gesellschaft, die sich zum Negativen entwickelt, und stellt somit einen Gegenentwurf zu Thomas Morus’ Utopia dar. Häufig wollen die Autoren dystopischer Geschichten mit Hilfe eines pessimistischen Zukunftsbildes auf bedenkliche Entwicklungen der Gegenwart aufmerksam machen und vor deren Folgen warnen.

Den gesamten Post dieser Fragen und die Antworten findet ihr natürlich auch auf Facebook!


Die Frage aller Fragen von Esther S. Schmidt:Dystopie - eine negative Zukunftsvision - was fasziniert eigentlich daran? Mein Buch (Die zweite Finsternis) gehört in dieses Genre. Warum lesen wir düstere Bücher oder schauen düstere Filme? Irgendwelche Ideen dazu?




Also, ich muss sagen, wenn ich so mein Bücherregal durchstöbere, habe ich eindeutig den Hang zu dystopischen und dunklen Büchern.
Um nur einige zu nennen, welche in meinem Regal oder e-reader sich befinden. Manche schon gelesen, manche warten noch auf Erlösung. Und es gibt eine Unmenge an Büchern, welche ich noch haben möchte.
  • Stephenie Meyer: Seelen
  • Suzanne Collins: Die Tribute von Panem
  • Susan Beth Pfeffer: Die Welt, wie wir sie kannten
  • Stephen King: Der Todesmarsch
  • Justin Cronin: Der Übergang
  • George Orwell: 1984
  • James Dashner: Die Auserwählten (Maze Runner)
Auch in meiner DVD-Sammlung gibt es einige sehr gute dystopische Filme.
  • Die Insel
  • The book of Eli
  • Tribute von Panem
  • Maze Ranner
  • Matrix
  • Wall e
Aber warum lese und schaue ich solche Filme und Bücher so gerne?
Die Frage lässt sich eindeutig beantworten. Diese Bücher sind dunkel, beleuchten eine Seite der Menschheit, die vielleicht noch dunkler ist als die Wirklichkeit. Denn viele lesen ja auch, um der Wirklichkeit nicht immer ins Auge sehen zu müssen. Man kann eindeutig sagen, wenn man mit so einem Buch durch ist, ist meist das echte Leben auch nicht mehr so düster und dunkel.
Außerdem erdenken sich die meisten Autoren ein Szenario, welches so spannend ist, dass man diese Bücher und Filme nicht mehr zur Seite legen kann. Sicherlich, es gibt auch Ausnahmen von der Regel, aber ihr gebt mir doch recht, meist regen sie sogar zum Denken an, wie man die Welt vielleicht auch noch ein Stückchen in die richtige Richtung lenken könnte.


Zum Abschluss meines kleinen Exkurses in die Welt der Dystopien, möchte ich euch noch die Bücher des Papierverzierer Verlages zu diesem Genre ans Herz legen.